Zucht

 


Ein paar Gedanken zur Zucht und dem Rhodesian Ridgeback an sich


Zucht bedeutet für uns nicht, einfach zwei Hunde miteinander zu verpaaren.
Züchten heißt selektieren - in erster Linie bedeutet es, nur die besten, gesunden, charakterlich festen und dem Standard entsprechenden Ridgebacks zur Zucht zu verwenden. Beide Partner sollten sich in Charakter und Exterieur in idealer Weise ergänzen, Vorzüge sollten betont, bestenfalls gedoppelt, weniger ausgeprägte Rassemerkmale des einen Partners durch Vorzüge des anderen Partners ausgeglichen werden.

An oberster Stelle steht für uns neben dem einwandfreien Charakter die Gesundheit der beiden Zuchttiere. Es hat dabei oberste Priorität, dass schon durch die gezielte Verpaarung gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht in weitere Generationen „verschleppt" werden. Es kommen daher nur Hunde für die Zucht in Betracht, die HD (Hüftgelenksdysplasie), ED (Ellenbogendysplasie) sowie OCD (Osteochondrosis dissecans) -frei sind und auch ansonsten keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufweisen.
Beiden Elterntieren wurde durch den jeweiligen Zuchtverein die uneingeschränkte Zuchtzulassung attestiert. Dies bedeutet, sie sind eingehend auf Wesensfestigkeit und hinsichtlich des Exterieurs auf Standardkonformität überprüft worden.
Beide Hunde sind außerdem durch röntgenologische Untersuchung der Hüften, Ellenbogen- und Schultergelenke als unauffällig eingestuft worden.
Wir haben strenge Anforderungen an uns und unsere Hunde - und unterwerfen uns daher in unserer Zucht, die wir als Hobbyzucht betreiben, den strengen Vorgaben des VDH und der FCI und züchten nach den Zuchtvorgaben des Club E.L.S.A.
Ziel unserer Zucht ist es, den Rhodesian Ridgeback in seiner Ursprünglichkeit nach den Vorgaben des Rassestandards zu erhalten und zu verbessern.

Dem Rassestandard entsprechend sollte der Ridgeback ein agiler, starker und muskulöser Hund sein, dabei jedoch gleichzeitig elegant, wendig und flink, aber im Erscheinungsbild niemals molossoid.
Der Ridgeback ist KEIN Labrador mit Ridge - er ist ein äußerst sensibler, kluger Hund, der Teamarbeit schätzt, doch auch sehr eigenwillig und durchsetzungsstark sein kann. Ridgebacks sind sehr ursprüngliche, selbständige Hunde und „hinterfragen" Befehle auf Sinnhaftigkeit, ungerechte Behandlung können sie absolut nicht vertragen.

Der Ridgeback ist ein Spätentwickler, er ist erst mit einem Alter von 2,5 bis 3 Jahren erwachsen, was den hohen Anspruch an Ausbildung und Führung noch unterstreicht.

Von jeher sind Ridgebacks hervorragende Jagdhunde - und sollten dies unserer Meinung nach auch bleiben! Natürlich ist es erforderlich, den Jagdtrieb in geeignete Bahnen zu lenken und den Ridgeback durch Inanspruchnahme seiner faszinierenden Fähigkeiten sinnvoll zu beschäftigen. Sehr gute Erfahrungen haben wir z. B. bei der Fährtenarbeit gemacht, Ridgebacks sind aber auch hervorragende Mantrailer oder Courser. Ob Sie mit Ihrem Hund im hundesportlichen oder jagdlichen Bereich arbeiten wollen, ob er Ihr Sportbegleiter werden oder eventuell auch im Ausstellungsring präsentiert werden soll, ist Ihre Entscheidung.
Im Vordergrund steht die gemeinsame Aktivität zwischen Mensch und Hund!

Rhodesian Ridgebacks gehören zu den Laufhunden, das heißt sie brauchen täglich ein hohes Pensum an Bewegung. Ob joggen oder Fahrrad fahren, der Ridgeback wird mit Begeisterung dabei sein. Wem tägliche intensive Bewegung mit seinem Hund zu viel ist, sollte sich lieber nach einer geeigneteren Rasse umsehen, nur mal „um den Block" ist für diesen ausdauernden und lauffreudigen Hund keine adäquate Haltung!
Ridgebacks haben ein untrügliches Gefühl für echte Bedrohung - man kann sich deshalb in ihrer Gegenwart absolut sicher fühlen. Ihr ausgeprägtes Revierbewusstsein macht sie zu zuverlässigen Wächtern für Hof und Familie. Jedoch sollte man ihre Kraft und ihr blitzschnelles Reaktionsvermögen nicht unterschätzen - gerade noch schlafend, ist der Ridgeback bei einem ungewohnten Geräusch in Sekundenbruchteilen an der verdächtigen Stelle und checkt ab, ob eine Gefahr besteht. Typische Ridgebacks sind bei fachkundiger Erziehung und Haltung gute Familienhunde, zärtlich mit den Kleinen, liebevoll mit den Alten, gleichzeitig zurückhaltend gegenüber Fremden und immer zu Aktion bereit, wenn sich Gelegenheit bietet - jedoch niemals aggressiv.

Wollen Sie einen Rhodesian-Ridgeback-Welpen in Ihrer Familie aufnehmen, benötigen Sie vor allem eines: ausreichend Zeit! Zeit, sich um das neue Familienmitglied zu kümmern, es sinnvoll zu beschäftigen und es rassegerecht zu erziehen. Ein noch so großer Garten kann Ihre Zeit und Zuwendung nicht aufwiegen - es versteht sich von selbst, dass man den Hund nicht 10 Stunden am Tag sich selbst überlässt um ihn nach Feierabend im Garten zu „parken" - dann sollte man sich vernünftigerweise generell gegen die Haltung eines Hundes entscheiden.
Sie müssen nicht unbedingt über jahrelange Hundeerfahrung verfügen - im Prinzip genügt eine Portion gesunder Menschenverstand, das Verständnis für den Hund an sich als Individuum mit eigenen Bedürfnissen, und die Unterstützung durch eine kompetente Hundeschule (möglichst mit Ridgebackerfahrung!), um dem Hund als souveräner Rudelführer Führung und Anleitung zu geben.

Machen Sie sich bewusst, dass aus einem niedlichen Hundebaby schon bald ein großer, kräftiger Hund wird, dem man gerecht werden und der kontrollierbar sein muss!!
 
Wir geben unsere Welpen nur an solche Welpeninteressenten ab, bei denen unser Gefühl uns sagt, dass Hund und Mensch zueinander passen und der Hund als vollwertiges Familienmitglied aufgenommen wird.
Auch wenn Ridgebacks zugegebener Maßen ausgesprochen schöne und edle Hunde sind - Schönheit sollte niemals ein Kriterium sein, sich für einen Hund bzw. die Rasse zu entscheiden!
Der Ridgeback muss sich als Teil der Familie fühlen, sonst macht er schnell "sein Ding"!
Als Dekorationsstück, Statussymbol oder schickes Accessoire taugt er nicht!!

Umgekehrterweise sollten Sie als Welpeninteressent bei der Auswahl des geeigneten Züchters ähnlich hohe Maßstäbe anlegen. Besuchen Sie ruhig mehrere Zuchtstätten, unterhalten Sie sich mit den Züchtern, stellen Sie Fragen, sehen Sie sich die Elterntiere bzw. die Mutterhündin und die Aufzuchtbedingungen an - Sie werden dann in der Lage sein, Qualität zu beurteilen! (Wir verweisen an dieser Stelle auch auf unseren Menüpunkt "Warum ein Welpe von ELSA/VDH/FCI?")

Wenn Sie sich der Herausforderung gewachsen sehen, auf die Besonderheiten dieses einzigartigen Hundes aus Afrika einzugehen, wird der Rhodesian Ridgeback Ihnen ein ruhiger, in allen Lebenslagen angenehmer Partner und Begleiter sein.

Für weitere Informationen und Beratung stehen wir natürlich gerne zur Verfügung!

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© Akosambo's Rhodesian Ridgebacks